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Martin Kirchner

Martin Kirchner, Pionier des Wandels, im Gespräch mit Egbert Amann-Ölz über seinen Zugang zu Spiritualität und zur Systemrelevanz von Kirche als sozialverändernder Kraft.

Martin Kirchner, Mit-Gründer von Pioneers of Change und dem Gemeinschaftswohnprojekt Pomali in Oberwölbling (NÖ), findet in der Spiritualität der Dankbarkeit von David Steindl-Rast jenseits aller Formen und Dogmen einen großen Gleichklang im Zugang zu Spiritualität, die ihm in seiner „klassischen“ Sozialisierung in der Katholischen Kirche fremd geblieben ist, und die er eher in einer buddhistischen Welt gefunden hat, die für ihn weniger Glauben, mehr Erfahrungsweg und psychologischer Weg geworden ist. 

Für ihn ist Spiritualität eine grundlegende Lebenshaltung des „inter-beings“ (Thích Nhất Hạnh), wo er sich sehr verbunden mit der Welt und vielen Menschen fühlt und ganz wenig Konzepte braucht. „Ich glaube, ich bin in mir angekommen„, ist einer der Schlüsselsätze im Interview (Min. 8:45). 

Angesprochen auf „Kirche“ und christlichen Glauben erlebt er das, was dort „Reich Gottes“ genannt wird, viel im Gemeinschaftswohnprojekt, wo er mit seiner Familie lebt, „wo sehr viel Liebevolles ist den ganzen lieben Tag lang, wo wir in einem kleinen Paradies leben. Und ich bin mir sicher, da gibt es in der Kirche ganz viel Gutes, Wahres, Schönes, Hingebungsvolles. Die Organisation Kirche als Ganzes aber ist für mich wie ein Dinosaurier, extrem schwerfällig. Da ist ganz viel >Command und Control<“ (ab Min. 15:00).

Der Ruf der Zeit ist die Transformation unserer Kultur, damit wir als Menschen gut weiterleben können auf diesem Planeten, so wie es Papst Franziskus eh geschrieben hat in seiner Enzyklika (Laudato sii). Das müsste die Kirche ganz vorne hinstellen … und die Leute dabei unterstützen und begleiten und Ressourcen mobilisieren“, … denn Ressourcen hat sie ja. … Und da geht’s schon richtig tief …„. (ab Min.16:50)

Und wie könnte Kirche einer sozialökologischen Transformation dienen?

Den Status quo zu erhalten, dient der Gesellschaft nicht„. Martin würde sich „von Kirche eine sozialrevolutionäre Kraft wünschen, so wie es die am ehesten die Befreiungstheologie ist, … die wirklich Menschen begleitet in ihre Emanzipation hinein, … Sachen zu hinterfragen, und dabei begleiten und das Ganze verbinden mit dem tieferen Anliegen des Glaubens, nämlich das >Reich Gottes< hier„, wie es die Kirche nennt. „Diese ganze soziale Ungleichheit zB ist ein Wahnsinn, dass Menschen da absaufen am Rand von Europa, ist ein Wahnsinn. Dass da die Kirche nicht mehr sagt, ist einfach unglaublich. Die müssten auf die Barrikaden gehen, … sich in einen Reisebus setzen und einmal runterfahren zB. So etwas würde ich mir wünschen.“ (ab Min. 18:00)

Nächste Woche
Hubert Wieder, Burgenländer in Rom.
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Eine Antwort

  1. Ich finde es interessant wie wenig wahrgenommen wurde, wie schnell da und dort Kirchen auf Corona reagiert haben. Virtuelle Seelsorgeangebote da, Selbsthilfegruppen über Video, Unterstützung für homeofficegeplagte Alleinerzieher dort. Videokonferenzlösungen für „Besuche“ im Altersheim. Online Gottesdienste in verschiedenen Formen.
    Klar das waren (nur?) einige kreative Menschen aus dem großen kirchlichen Topf. Und manchmal habe ich den Eindruck, dass sie gerne nicht zu sehr auffallen wollen. Warum?

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